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Camp

Wie die meisten sicherlich wissen, war ich die ersten 11 Tage nicht bei meiner Gastfamilie sondern im EF Camp und über eben diese wollte ich euch mal alles berichten.

Angekommen sind wir am Dienstag, den 4.8, am JFK International Airport in New York City, nach dem wir von Berlin nach London geflogen sind. Dort hatten wir aber nicht gerade eine angenehme Ankunft, denn unsere Koffer waren auf Grund von einem Stromproblem in London geblieben und nur 5 Koffer waren ins Flugzeug eingeladen worden. Dann hieß es erst mal warten…und warten bis Marissa von EF uns miteilte, dass die Koffer hoffentlich am nächsten oder den darauf folgenden Tag ankommen würden. Dann verließen wir den Flughafen und sind mit einer Gruppe aus Japan und einem Thailänder zum Campus des Muhlenberg Colleges in Allentown, Pensylvania, gefahren. Dort angekommen wurden die Zimmer bezogen und wir wurden in vier verschiedene High Schools eingeteilt: Washington Wolves, Madison Eagles, Polk Penguins und Grant Gators. Diese wiederum waren nochmals in South, North, West und East eingeteilt. Dann gab es noch ein schnelles Abendessen und schon war der Tag vorbei…würde man denken. Aber diese Nacht kamen um 2 Uhr nachts und um 4 Uhr Nachts jeweils ein weiterer Bus mit Schülern und jedes Mal ist man aufgewacht (besonders wenn man, so wie ich, ein Zimmer direkt bei dem Eingang hatte, den die Mädchen (Mädchen und Jungs waren in unterschiedlichen Gebäuden untergebracht) alle ihre gigantischen Koffer hoch tragen mussten.

Am nächsten Tag waren wir dann erstmals in unserem „Homerroom“ (also in meinem Fall Grant East) und hatten eine Campusführung mir unserer Lehrerin, Heather, und unserem Ambassador (also jemandem der letztes Jahr im Camp war), Betta. Da wurde uns auch erstmals von den Speaking-English-Karten erzählt, also Karten die Lehrer oder Ambassadors austeilen, wenn sie hören, dass du Englisch redest. An dem Abend kamen wieder welche an, etwa um die Uhrzeit, an der wir den vorherigen Abend angekommen sind, als wir gerade mit der Schnitzeljagd fertig waren. Danach gab es noch einen Film und dann war der Tag auch schon vorbei. Und auch in der Nacht kamen wider welche um 2 und 4 Uhr Nachts.

Der nächste Tag, Donnerstag, war der erst „richtige“ Camptag, denn erst jetzt waren alle Camper da. Begonnen wurde der Tag (wie jeder darauffolgende (mit Ausnahme von dem Tag in NYC und dem Tag wo wir Carnival hatten)) mit Homeroom, wo unsere Lehrerin Heather uns immer mitteilte, was diesen Tag passieren würde und dort suchten wir uns auch unsere Aktivitäten für den Nachmittag aus. Danach gab es eine „Parade of Nations“ (AN: Es waren vielleicht nur wenige Italiener, aber die waren echt laut) die in einer großen Versammlung aller Camper endete. Wo die für uns geltenden Regeln in kleinen (sehr sehr lustigen) Szenen von den Ambassadors dargestellt wurden. Nach dem Mittagessen gab es dann noch einmal Homeroom…Eigentlich. Denn denen die die Koffer fehlten (hauptsächlich Deutsche) durften nach dem Mittagessen zu Target fahren um sich frische Klamotten, Duschbad, Shampoo etc zu kaufen (einige wenige hatten an diesem Tag bereits ihre Koffer bekommen, doch den meisten fehlte der Koffer immer noch). Dann gab es Freizeit und die an diesem morgen gewählten Aktivitäten und Abends, als es schon dunkel war, spielten Grant und Washington gegen Polk und Madison „Capture the Flag“ (Es ging darum dem anderen die Flagge (oder in unserem Fall drei Frisbees) zu klauen und wieder in sein Gebiet zurückrennen ohne dabei erwischt zu werden). Der Gewinner blieb ungewiss.

Am Freitag, war ein ganz normaler Tag. Frühstück, Homerrom, Unterricht, Mittagessen, Unterricht. Aber am Ende der letzten Stunde fing Lena (der Ambassador in Evelyns Klasse) an Namen aufzurufen. Als ersten waren wir ein bisschen verwirrt doch nahc dem zweiten Namen merkten wir dann, dass es sich um Leute handelt dessen Koffer in London geblieben waren. Als dann Sven aufgerufen wurde, war ich natürlich nervös, denn ich wollte nicht länger auf meinen Koffer verzichten. Und dann wurde ich tatsächlich aufgerufen!! Also stürmten wir alle aus dem Raum und baten die anderen uns beim Homeroom zu entschuldigen (wir waren übrigens auch die einzigen, die sich nach dem Unterricht noch mal trafen). Also rannten wir alle zum EF Office und warteten bis unsere ID aufgeschrieben wurde und wir ENDLICH unsere Koffer hatten. Dann musste man bevor man mit dem Fahrstuhl hoch fuhr noch mal seinen Namen auf einer Liste durchstreichen und dann sind alle zu ihren Zimmern gerannt und haben ihre Koffer ausgeräumt und sind dann glücklich wie eh und je zu ihren Aktivitäten gegangen. Abends gab es dann die Pep Rally, wo es darum ging so viel School Spirit wie möglich zu zeigen. Die Gators (also auch meine Gruppe) haben gewonnen…einfach weil wir nicht nur „Let’s go Gators, Let’s go“ gerufen haben, wie die anderen.

Samstag war genauso gegliedert wie der Tag davor. Frühstück, Homeroom, Unterricht, Mittagessen, Unterricht, Aktivität 1, Abendessen, Aktivität 2. Abends gab es dann eine Game Show mit lustigen (und teilweise sehr sinnlosen) Spielen. Aber das beste waren nicht etwa die Spiele, sondern was zwischen den Spielen geschah. Denn dann gab es Lip Sync und Dance Battles und jeder der ein Video von dem Dance Battle der Ambassadors hat, wird es sich immer und immer und immer wieder angucken, denn es wir auf eiwi witzig bleiben. Jedenfalls, die Game Show haben auch die gators gewonnen.

Am nächsten Tag, Sonntag, hieß es dann um 5:30 Uhr Frühstuck und um 6:20 in die Busse, damit wir in NYC genügend Zeit haben uns alles anzusehen. Wir fuhren also nach New Jersey und nahmen die Fähre nach Liberty Island, wo wir etwa einne halbe Stunde verbrachten. Dann ging es mit der Fähre zum Battery Park in Manhattan. Von da aus liefen wir zum 9/11 Memorial und dann nahmen wir die (wunderschön klimatisierte) Subway Linie E zum Hudson River Park wo wir unsere Lunchpakete aßen. Dann liefen wir zum Emire State Building und hatten dort etwas Freizeit (bei Starbucks wurde mein Name mit Y geschrieben…aber nichts war so amüsant die die Schreibweise von Sissels Namen, denn statt Sissel schrieben sie Cicily). Dann liefen wir zum Rockefeller Center, wo ich, Sissel, Maren und Antonia hinauffuhren. Die anderen blieben unten (ich glaube die wollten nicht 30$ bezahlen). Dann ging es zur letzten Station, dem Times Square. Von dort aus liefen Sissel, Maren und ich zum Central Park und kauften uns unterwegs etwas zu essen. Dann stzten wir uns in den Park und aßen unsere Sandwiches (und gaben Eichhörnchen Namen). dann liefen wir zurück zum Times Square (aber nicht ohne vorher noch mal in einem Souvenir Shop halt zu machen). Und dann ging es mit den Bussen wieder zurück zu College.

Der nächste Tag verlief ganz normal. Frühstück, Homerrom, Unterricht, Mittagessen, Unterricht, Aktivität 1, Abendessen, Aktivität 2. Danach gab es ein Volleyball Turnier (bei dem ich fehlte, da sich alle die bei der Talent Show mitmachen wollen treffen sollten (hat nicht ganz geklappt…wir waren vier Camper und zwei Ambassadors). Jedenfalls haben die Gators auch dieses Spiel gewonnen.

Dienstag war Montag sehr ähnlich. Der einzige Unterschied bestand darin, dass wir nur eine Aktivität hatten (wo sonst die zweite stattgefunden hätte, war wieder Volleyball) und danach gab es State Meetings, wo man geguckt hat, ob nicht jemand in der selben Schule ist.

Am Mittwoch gab es nach dem Frühstück „Carnival“. Dort gab es verschieden aufblasbare Kletterburgen (anders kann man es nich beschreiben) und auch einen Dunker, wo, wenn man denn traf, Ambassadors und Lehrer hineingefallen sind. An irgendeinem Punkt haben die Ambassadors dann einen Container und den Wasserschlauch geholt….und die Wasserschlacht begann!!! Es ging etwa zwei Stunden und die meisten machten mit, einige wenige standen jedoch am Rand und sahen nur zu oder beschäftigten sich anderweitig. Dann gab es Abends noch eine „Parade by High School“ die in der Turnhalle endete, wo wir uns die letzten Volleyballspiele ansahen…Gators haben wieder gewonnen. Anschließend gab es noch eine Versammlung.

Am Donnerstag hatten wir ganz normal Unterricht, aber keinen Aktivitäten weil wir zu einem Baseballspiel fuhren. Es dauerte etwa zwei Stunden und das Spiel war zwischen den Reading Fightin Phils und den Harrisburg Senators.

Am Freitag waren alle etwas niedergeschlagen, da es der letzte Tag im Camp war. wir hatten morgens Homeroom und dann Unterricht. nach dem Mittagessen war dann die Talent Show, wo alle viel Spaß hatten. Die Lehrer hatten sich auch was kleines ausgedacht, aber nicht war so lustig wie das was die Ambassadors gemacht haben. Als ersten kamen die Mädchen raus (in Jungsklamotten und mit aufgemalten Schnurrbärten) und dann kamen die restlichen Ambassadors (also die Jungs) von oben ins Theater…alle in Kleider und mit Lippenstift. Dann haben sie immer Teile aus Lieder abgespielt und dazu getanzt…hört sich langweilig an, war aber unglaublich lustig. Als dieser Teil vorbei war, haben sie dann „Don’t Stop Belivin'“ von Journey gespielt und dabei sind immer welche nach hinten gegangen und haben ihre Flagge geholt und somit gezeigt wo sie herkommen (den Ambassadors war es nicht erlaubt zu sagen wo sie herkommen, bei einigen wusste man es aber trotzdem). Dann hatten wir Graduation und dann, weil unser Homeroom am meisten Punkte hatte (man bekam pro Speaking-English-Karte einen Punkt und pro 24-Hour-Challenge 5 Punkte) sind wir Eis essen gegangen (es gab das Eis auf dem Campus). Dann haben wir unsere Koffer abgegeben. Dann gab es noch Abendessen und dann wurde der Versammlungsraum leergeräumt und in eine Tanzfläche verwandelt. Dann wurden Schlüsser und Essensgarten abgegeben und es wurde langsam Realität, dass sich sie meisten von uns nie wieder sehen werden. Ich war in einem der ersten Busse, die so um Mitternacht beladen werden konnten, also fing ich so um 23:20 an mich von allen zu verabschieden. Etwa um diese Zeit fing dann auch das, wie ich es nenne, große Heulen an, wo einfach fast jeder angefangen hat zu weinen, weil man zwar zu seiner Gastfamilie wollte, aber man wollte auch weiter mit den Leuten zusammen sein, die man dort kennengelernt hatte. Also war ich dann im Bus 1 zum LaGuardia Airport und…ich vermisse einige jetzt schon.

Mein Flug ging um 7:30 nach Chicago und von da aus weiter nach Salt Lake City. Dann war ich alleine…alle anderen die auch nach Twin Falls fliegen waren mit einer anderen Airline erst viel später losgeflogen. Ich musste sowieso mein Gepäck neu einchecken und dann suchte ich mir etwas zu essen und zu trinken. Die anderen kamen dann auch (ich habe sogar noch mal mit welchen geredet die nach Idaho Falls geflogen sind). Und dann kam ich, die vier Stunden in zwei Tagen geschlafen hatte und dessen Hals unglaublich wehtat, bei meiner Gastfamilie an.